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Weltrekorde in den elektrischen Speedklassen F175; F196 und F203


© Dr. Ralph Okon 25.09.2013

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Für einen durch die FAI anerkennungsfähigen Speedrekord in einer der verschiedenen Rekordklassen sind diverse Bedingungen zu erfüllen.

Von einem Vermessungsingenieur wird eine 20m breite Strecke von 400m ermittelt, die in 4 Abschnitte (100m + 200m + 100m) aufgeteilt wird.
Es sind also 8 Punkte zu vermessen und zu vermarken. Auch die Höhe der Punkte muss vermessen werden.
Das (offizielle + professionelle) Vermessungsprotokoll ist bei einer WR-Anmeldung Bestandteil der Unterlagen.
An allen 8 Punkten werden zur Markierung 5m hohe Pylone ausgestellt.

 

 

Die zu durchfliegende Strecke besteht aus 100m Einflugkorridor und 200m Messstrecke, ist also 300m lang.
In Einflugkorridor und Messstrecke ist eine Flughöhe von mindestens 5m und höchstens 35m einzuhalten. Das wird durch mindestens 3 Höhenjudges überwacht.
Früher mittels Fotozellen, heute mit High-speed-Kameras (1000Bilder/Sekunde) wird die Zeit gemessen, die das Modell braucht, um die 200m der Messstrecke zu durchfliegen.
Bei Geschwindigkeiten von >350km/h ist nur eine automatische Messung zulässig, darunter darf nach bestimmten Regeln mit der Handstoppuhr gemessen werden.
In einem gültigen Flug muss die Messtrecke mindestens 1x in jeder Richtung durchflogen werden.
Das kann beliebig oft wiederholt werden. Bei jeder Landung gilt ein Flug als beendet.
Während des Fluges und der Landung darf nichts vom Modell "abfallen", ansonsten wird das Ergebnis anulliert.
Ausgenommen von dieser Regel ist die Nutzung eines Abwurffahrwerkes und das Abbrechen von Luftschraubenblättern bei der Landung.

Das durch mindestens 2 "amtliche" Sportzeugen bestätigte Ergebnis eines zuvor beim nationalen Verband angemeldeten Weltrekordversuches, das Vermessungsprotokoll für die Messstrecke und ein Genauigkeitsnachweis mit Fehlerrechnung für die verwendete Speedmessanlage und alle anderen verwendeten Hilfs- und Messmittel sind in einer Akte zusammenzufassen und beim nationalen Verband - in Deutschland beim DAeC - einzureichen.
Dieser entscheidet zunächst, ob der Versuch als nationaler Rekord anerkannt wird.
Erst wenn diese Anerkennung erfolgt ist, werden die Unterlagen an die FAI weitergereicht, die dann darüber entscheidet, ob sie den nationalen auch als Weltrekord anerkennt.
Falls ja,kommt irgendwann eine Urkunde.

Was das Modell angeht, gelten beim Flächenflieger mit Elektroantrieb folgende Grundbedingungen:
Bei allen Speedmodellen darf das Gewicht maximal 5000g betragen.
Dabei ist eine Flächenbelastung von maximal 75g/dm 2 einzuhalten.
Die Fuhre muss per Boden-oder Handstart in die Luft kommen. Zusätzlich Energie für den Start gebende Hilfsmittel wie Flitschen etc. sind verboten.
Dazu kommen noch diverse Kleinigkeiten.
Unter anderem sind zu spitze Spinner und Metallpropellerblätter genauso verboten, wie "unsicher" gebaute Modelle ingesamt.

 

Ältere (bis 2016) E-Speedflugrekorde deutscher Modellflieger in den elektrischen Speedklassen der FAI #175; #196 und #203:

2007:
David Dzida; Klasse #175; 361km/h

2009:
Jakob Karpfinger; Klasse #175; 420,24km/h

2010:
Rolf Pietschmann; Klasse #196; 353km/h
Oliver Jellen; Klasse #203; 190km/h

2011:
David Dzida; Klasse #175; 440km/h
Dr. Ralph Okon; Klasse #196; 372,82km/h
Christian Köperl; Klasse #203; 239,68km/h

2013:
Niklas Kahlich; Klasse #175; 477,3km/h
Dr. Marcus Koch; Klasse #196; 419,90Kmh
Christian Köperl; Klasse #203; 273,2km/h

2014:
Christian Erdt; Klasse #196; 430,26km/h
Oliver Zanker; Klasse #196; 446,96km/h

2015:
Fabian Wunderlich; Klasse #175; 481,56km/h
Maximilian von Prondzinski; Klasse #196; 474,95km/h
Miles Dunkel; Klasse #203; 282km/h

2016:
Robert Sixt Klasse #203; 288,54km/h

 

Im Jahr 2018 wurden die Regeln für Speedrekorde durch die FAI neu gestaltet.
Die jeweils aktuelle Version findet sich im " FAI Sporting Code" Section 4 - Aeromodelling "Records".

 

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