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Die "Hypercrocoblade" II für 2020

© Dr. Ralph Okon 09.11.2019

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Bei der PCSC 2017 hatte Alex Grimm erstmals seinen neuen "Hyperspeed" gezeigt und auch geflogen.

Daraus habe ich gemeinsam mit ihm 2018 die Hypercrocoblade "entwickelt", die zwischenzeitlich von Max v.P. zu 2 Weltrekorden pilotiert wurde (FAI F196 in 2018 und 2019).
Bei der DM 2019 erreichte Tim Moldtmann mit dem selben Modell FAI konformem Modell in der kurzen 200m DM-Messstrecke 532km/h bevor sich der Motor partiell ausgelötet hat.
Daher hoffe ich, dass das Potenzial von Modell und Antrieb reicht, in F196 über 500 km/h schnell zu sein und vielleicht sogar den Kai in F175 ein bissel zu kitzeln.

Im November 2019 habe ich begonnen, aus vorhandenen Teilen mein letztes Speedmodell aufzubauen.
An der "HCB" II will ich nochmal einige kleinere Verbesserungen realisieren.
Ziel ist, mit diesem Modell bei den Weltrekordversuchen bei der PCSC 2020 wieder einen Spitzenpiloten auf Weltrekordjagd gehen zu lassen.

Durch eine optimierte Bauweise konnte Alex das Leergewicht der "Hyperspeed"-Fläche von 1170g (Prototyp!) auf 991g reduzieren. Die Stabilität soll dabei auf dem Niveau der in der "HCB I" verbauten Fläche liegen.

Für ein erstes Projektfoto Foto habe ich die wesentlichen Teile hier mal provisorisch aufeinandergelegt.

Den "Crocoblade"-Rumpf für die HCB II hat Christian Erdt gebaut und wunschgemäß mit einigen speziellen Verstärkungen versehen.

Alex hat diesmal auf meine Bitte in der Fläche Befestigungspunkte sowohl vor als auch hinter dem Holm vorgesehen.
Die passt nun aber nicht mehr mit den im Crocoblade-Rumpf vorgesehenen Befestigungspunkten überein.
Die erste Idee war, die vordere Flächenbefestigung mittels mit der Rumpfwand verschraubten Klötzchen aus 7mm dickem 7075er Alu zu realisieren.
Das untere Foto zeigt den geplanten Einbau an einem kaputtgeflogenen "Crocoblade"-Rumpf.
Versuche haben gezeigt, dass diese Variante bombenfest ist.
So kann ich die Befestigung dorthin verlegen, wo ich sie zwar brauche.
NDiese Variante hat 2 Nachteile: Das Mehrgewicht und die sehr lange Öffnung im Rumpf, aus der eine gewisse Instabilität resultiert.
Diese weiterentwickelte (mit 27g nochmal etwas schwerere) hyperstabile Version für die Tragflächenbefestigung verbindet die Rumpfseiten mit einem Steg und macht ihn damit wesentlich steifer.
Das Bauteil wird verschraubt und verklebt. Somit werden die Kräfte sowohl kraft- als auch fomschlüssig in die Runmpwand eingeleitet.
Wahrscheinlich wird sie zum Einsatz kommen - wegen Gewichtsproblemen muss ich mir bei der "HCB II" definitiv keine Sorgen machen.
Hier habe ich schon begonnen, den Rumpf so anzupassen, dass die Flächenauflage und die Befestigungsbrücke mit der neuen HCB Fläche harmonieren.
An der Flächenvorderkante greift ein aufgeklebtes Stück CFK um die diese herum und fixiert sie in der schon bei der HCB I bewährten Weise am Rumpf.
Zum Vergleich ein Originalrumpf einer Crocoblade und seine für die "HCB II" angepasste Variante nebeneinander.
Die Motoraufnahme habe ich selbst wieder aus dem vollen gedreht, gefräst und gefeilt.
Sie ist wie schon bei der "HCB I" auf möglichst gute Wärmeableitung optimiert.
Zudem gestattet sie, den Steller von vorn her in den Rumpf einzubauen.

Das Teil wiegt 65g. Das spielt aber ebenso wie bei der geänderten vorderen Flächenbefestigung in der Gewichtsbilanz eine sehr untergeordnete Rolle - das Modell hat im Moment mehr als genügend Reserven für derlei Spielereien.

Das Höhenruder wird wieder baugleich mit den schon bei diversen "Crocoblades" und der "HCB I" verwendeten Teilen angelenkt.
Als Servo wird wieder das bewährte Futaba 3172 zum Einsatz kommen.
Der Stahldraht geht durch das CFK-Rohr hindurch. Es dient nur zu dessen Aussteifung.
Der Kugelkopf lässt die gesamte Anlenkung spielfrei und höchst beweglich.
Das Aluteil für das Servo wird mittels Madenschraube befestigt.
Als Steller werde ich in der HCB II den 2. meiner beiden YGE 400 einsetzen.
Die erwarteten maximal 350A bei 10S werden ihn erfahrungsgemäß vor keine größeren Probleme stellen.
Welcher dieser beiden Motoren an welchem Modell (oben HCB I, unten HCB II) werkeln wird, ist akuell noch nicht entschieden.
Beide sind extrem leistungsfähig und unterscheiden sich nur marginal in ihren Daten.
Auch mit der neueren 11" x 27" Luftschraube harmonieren beide sehr gut.
Evtl. baue ich sogar noch einen neuen - mal sehen, was ich am Ende noch zusätzlich angewicht in den Motor investieren kann.
Die gewichtsoptimeirte Längenanpassung des Statorpaketes habe ich ja beim 5045 und bei 5047 schon erfolgreich ausprobiert.
Die dann mögliche Trifilarwicklung mit 1,4er Draht und deren Verschaltung in YY sollten helfen, einerseits durch den geringen Innenwiderstand die entstehende Verlusleistung zu verringern und andererseits durch das höhere Motorgewicht die Wärmeverteilung und -abfuhr zu verbessern.

Für die oben gezeigte Schwachstelle im Antriebsstrang der "HCB I" gibt es in 2020 eine verbesserte Lösung, die höchstwahrscheinlich auch bis zu höchsten Strömen zuverlässig funktionieren wird.
Die nächstliegende Variante ist : "Felder Lötzinn bleihaltig Sn5% Pb93% Ag2% Cu0%". Das Lot hat einen Schmelzpunkt von 296°C.
Neben der sicheren Verbindung zwischen Motor und Steller sollten damit auch ausgelötete Akkustecker der Vergangenheit angehören. Über 300A sind eben nicht ganz leicht zu händeln.
Für den Hobbyisten ist es übrigens wegen seiner Giftigkeit nur zu beschaffen, wenn man ausreichend gute Kontakte zu einer Firma hat.

Aber auch Plasmaschweissen und Heisscrimpen kämen als Problemlösung in Frage.

Auch bei den Akkus ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Entweder werden diese 2S Packs - die letzten noch aus der besseren ersten Serie! - in 4S+4S+2S Konfiguration eingesetzt oder, falls sich die Qualität in der 3. Produktionsserie wieder verbessert haben sollte, ganz neue Akkuzellen.

Auf das "Maßschneidern" lassen von Akkus werde ich jedenfalls verzichten können - auch wenn sich mir da inzwischen entsprechende Optionen aufgetan haben.
Die 5100er Größe passt einfach schon sehr gut in den und zum Flieger. Aber selektiert zusammenstellen werde ich die Packs auf jeden Fall.

Mit Baufortschritt wird der Bericht fortgesetzt.

 

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